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Was ist Versicherung beim Blackjack?

Wenn der Dealer ein Ass zeigt, wird man gefragt, ob man eine Versicherung möchte. Das klingt nach Absicherung, ist aber eigentlich eine Nebenwette — und für Spieler, die die Grundstrategie befolgen, eine der schlechtesten Wetten am Tisch. Hier erfährst du genau, was sie ist, was sie kostet und wann man sie (wenn überhaupt) nehmen sollte.

Wie die Versicherung funktioniert

Die Versicherung ist eine Nebenwette, die nur angeboten wird, wenn die offene Karte des Dealers ein Ass ist, und darauf wettet, dass die verdeckte Karte des Dealers eine 10-wertige Karte ist. Man kann bis zur Hälfte des ursprünglichen Einsatzes setzen. Dreht der Dealer einen Blackjack auf, zahlt die Versicherung 2:1; tut er es nicht, verliert man die Versicherungswette und spielt die Hand normal weiter.

Die Idee ist, dass sie einen gegen einen Blackjack des Dealers „versichert": Die 2:1-Auszahlung auf den halbgroßen Nebeneinsatz gleicht den Verlust des vollen Haupteinsatzes genau aus, man kommt also auf null. Das klingt vernünftig — bis man sich die Wahrscheinlichkeiten ansieht.

Warum die Grundstrategie ablehnt

Die Versicherungswette ist im Grunde eine Wette darauf, ob die verdeckte Karte eine 10 ist. In einem frischen Schuh sind 16 von 52 Karten 10-wertig, daher komplettiert der Dealer etwa 30,8 % der Zeit einen Blackjack, wenn er ein Ass zeigt. Die 2:1-Auszahlung geht aber erst beim Break-Even auf, wenn der Dealer ein Drittel der Zeit (33,3 %) Blackjack hat. Diese Lücke verschafft dem Casino einen Hausvorteil von rund 7 % auf die Versicherungswette — weit schlechter als der 0,5 %-Vorteil des Hauptspiels.

Im Klartext: Die Versicherung verliert langfristig Geld. Es spielt keine Rolle, ob man gerade eine starke oder schwache Hand hält — die Wette wird ausschließlich an der verdeckten Karte des Dealers gemessen, und die Mathematik ist gegen einen. Immer ablehnen.

„1:1" ist dieselbe Falle

Wird man mit einem Blackjack ausgeteilt und der Dealer zeigt ein Ass, kann man 1:1 (Even Money) angeboten bekommen — eine garantierte 1:1-Auszahlung sofort, statt der 3:2-Auszahlung, die man bekäme, wenn der Dealer keinen Blackjack hat (oder einem Unentschieden, wenn er es tut). „1:1" zu nehmen ist mathematisch identisch damit, seinen Blackjack zu versichern, und trägt denselben Hausvorteil. Ablehnen und die volle 3:2 nehmen — langfristig kommt man damit besser weg.

Die einzige Ausnahme: Kartenzählen

Die Versicherung kehrt von der schlechtesten Wette zur besten Abweichung um, wenn man Karten zählt. Wenn das verbleibende Deck reich an 10ern ist — ein True Count von +3 oder höher — ist der Dealer häufiger als gewöhnlich im Besitz der 10 im Hole, und die Wette wird profitabel. Tatsächlich ist die Versicherung bei +3 das wertvollste einzelne Index-Play beim Blackjack. Ohne einen genauen Zählstand gilt aber die einfache Regel: Versicherung nie nehmen.

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Häufige Fragen

Was ist die Versicherung beim Blackjack?
Die Versicherung ist eine optionale Nebenwette, die angeboten wird, wenn die offene Karte des Dealers ein Ass ist. Man kann bis zur Hälfte des ursprünglichen Einsatzes setzen, dass die verdeckte Karte des Dealers eine 10-wertige Karte ist (ein Blackjack). Hat der Dealer tatsächlich Blackjack, zahlt die Versicherung 2:1 und gleicht den Verlust des Haupteinsatzes aus.
Sollte man beim Blackjack die Versicherung nehmen?
Nein. Gemäß der Grundstrategie sollte man die Versicherung immer ablehnen. Der Dealer komplettiert nur etwa 30,8 % der Zeit einen Blackjack, wenn er ein Ass zeigt, während die Wette so ausgezahlt wird, als wäre es näher an 33 %, was dem Casino einen Hausvorteil von rund 7 % einräumt. Langfristig verliert man mit der Versicherung Geld.
Was bedeutet „1:1"?
Hat man einen Blackjack und der Dealer zeigt ein Ass, kann der Dealer „1:1" (Even Money) anbieten — eine garantierte 1:1-Auszahlung statt des Risikos, ein Unentschieden zu spielen. Das ist mathematisch identisch damit, auf seinen Blackjack Versicherung zu nehmen, und die Grundstrategie rät, es abzulehnen und auf die volle 3:2-Auszahlung zu setzen.
Wann ist das Nehmen der Versicherung richtig?
Nur wenn man Karten zählt und das Deck reich an 10-wertigen Karten ist. Die Versicherung wird bei einem True Count von +3 oder höher zu einer profitablen Wette — deshalb ist sie die wertvollste einzelne Abweichung beim Kartenzählen. Ohne einen genauen Zählstand gilt: Versicherung immer ablehnen.